Käfertal liegt im Norden Mannheims. Vor seiner Eingemeindung 1897 reichte die immerhin 1776 Hektar große Gemarkung des Dorfes vom Altrhein bis nach Feudenheim und umfasste neben dem Waldhof und der heutigen Gartenstadt auch knapp die Hälfte der Vogelstang.

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Der Käfertaler Käfer am Rathaus

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Heute gehören zu Käfertal, neben dem alten Ortskern, an den sich im Westen ein Gewerbegebiet, im Norden die relativ neue Bebauung an Lemaitrestraße und Dornheimer Ring und die Region bis in den Käfertaler Wald anschließen, Käfertal Süd (vom alten Kern durch die B 38 getrennt), Käfertal Nord zwischen Sonnenschein und Speckweg, das amerikanische Benjamin-Franklin-Village und das ebenfalls im Süden gelegene "Rott", das seit 1993 mit neuen Wohnhäusern bebaut wird. Insgesamt hat Käfertal etwas mehr als 20.000 Einwohner.

Bestimmten zum Ende des letzten Jahrhunderts  noch alleine die alteingesessenen Bauern- und Handwerkerfamilien das soziale Gefüge des Ortes, so verstärkte sich mit der Eingemeindung und der weiteren Vorantreibung der Industrieansiedlung auf der ehemaligen Käfertaler Gemarkung auch der Einfluss der inzwischen zahlreichen Fabrikarbeiter, die nun vollwertige Bürger der Stadt waren und zunehmend am gesellschaftlichen Leben des Vorortes teilnahmen

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Noch heute zeigt sich deutlich im sozialen Leben Käfertals dieser Zusammenfluss von ländlicher Traditionen und dem Selbstverständnis einer industriellen Facharbeiterschaft.

Zwar spielt die Landwirtschaft keine Rolle mehr im Erwerbsleben seiner Einwohnerinnen und Einwohner und die Betriebe des Maschinen- und Fahrzeugbaus verlieren zunehmend ihre Bedeutung, wenn auch die Daimler Chrysler AG und die ABB AG (ehemals BBC) nach wie vor die wichtigsten Arbeitgeber Käfertals sind, während lokale Dienstleistungsbetriebe erst langsam aus dem industriellen Schatten herauszuwachsen.

Dennoch sind es gerade die Nachkommen der alten Bauern- und Handwerkerfamilien und der Arbeiteraristokratie der ersten Stunde, die Käfertal zu dem gemacht haben, was es heute ist: ein moderner Vorort, in dem man gerne lebt und arbeitet, in dem die Bevölkerung ihre Traditionen und charakteristische Eigenheiten pflegt, aber auch gleichzeitig aufgeschlossen auf Neues und Anderes zugeht und Zuziehende in ihre Gemeinschaft aufnimmt.

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Ein Charakteristikum Käfertals, das uns viele Besucher immer wieder nennen, ist die Unaufgeregtheit, mit der hier die Dinge ihren Lauf nehmen.

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Es wird mit einer gewissen Portion Understatement vieles angepackt und erfolgreich erledigt, ohne großes Aufheben darüber zu  machen. Dies zeigt sich besonders im Engagement der Käfertaler Vereine.

Es ändert sich hier sehr viel und sehr wenig zugleich.

Käfertaler sind jedoch keine pflichtbewussten Trauerklöße - sie können auch wirklich feiern. Der Vorort ist nicht nur eine Fasnachtshochburg mit seinen weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Löwenjägern, auch das Käfertaler Straßenfest, das die  alten und neuen Einwohner und ihre Nachbarn jeden Juni fast wie eine südländische Fiesta zelebrieren, ist inzwischen schon legendär. 

Wir kennen einige ehemalige  Käfertaler, die jedes Jahr zum Straßenfest erscheinen, drei Tage lang bei Freunden nächtigen und sich Sonntagabend mit feuchten Augen für den nächsten Juni wieder ankündigen. Und einer formulierte es zum Abschied dann so:

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